*Ultrà Biblioteka*

Nur Bares ist Wahres – oder – jeder für sich, keiner für alle

In Dutt Up! on 26. Januar 2012 at 10:11

Durch den Blog „Nachrichten für öffentliche Bibliotheken in NRW“ bin ich auf eine eigentlich bestimmt sehr schöne Sache aufmerksam gemacht worden:

Schulbibliotheken: Leseförder-Curriculum der Stadtbücherei Frankfurt

Für die Hand von Bibliothekar/innen, Ehrenamtlichen und Lehrer/innen, die sich in der Schulbibliothek engagieren, hat die Schulbibliothekarische Arbeitsstelle | sba eine Loseblattsammlung zur Leseförderung herausgegeben. Dieses sba-Curriculum enthält neben Bibliothekszielen – für die Jahrgangsstufen 1 bis 10 – über 50 ausgearbeitete Beschreibungen von Aktivitäten und wird dadurch zum vielseitig einsetzbaren Baukastensystem. Wie Bibliothekseinführungen für die einzelnen Klassenstufen aussehen können, findet man darin genauso wie die Beschreibung von ABC-Spielen, Book-Slams, Bücher-Bingos, Lesetür-Wettbewerben u. v. m. Alle Beispiele wurden in Schulbibliotheken des sba-Verbundes erprobt und haben ihren Praxistest bestanden.
(Quelle: Nachrichten für öffentliche Bibliotheken in NRW)

Bis dahin war ich doch durchaus begeistert. Dann aber durfte ich auf der Homepage der „Schulbibliothekarischen Arbeitsstelle“ lesen:

Schulen in Frankfurt erhalten das sba-Curriculum kostenlos. Weitere Interessenten, Schulen und Bibliotheken außerhalb Frankfurts können es gegen Zahlung in Höhe von EUR 25,- inkl. Porto und Versand erwerben.
(Quelle: Homepage der „Schulbibliothekarischen Arbeitsstelle“ auf frankfurt.de)

An dieser Stelle fällt mir die dezente, freundliche und immer wieder gern genommene Überschrift von Klaus Graf ein:
„Die Open-Access-Heuchelei der Bibliothekare“ (siehe HIER). Warum muss ich mir als interessierter Kollege jetzt 25€ aus dem Kreuz leiern für das Arbeitsergebnis einer staatlich finanzierten bibliothekarischen Arbeitsstelle? Ist so etwas wirklich sinnvoll für die zukünftige (Weiter-) Entwicklung dieses Berufsstandes? Von mir aus kann man ja gerne die Printversion für 25€ so anbieten, aber sollte nicht auch eine digitale Variante kostenfrei möglich sein?

Ich habe gleich mal per Mail angefragt, mal gucken was für eine Antwort ich bekomme.

DonBib

  1. Zu diesem Thema fällt mir doch glatt die Landeszentrale für politische Bildung Sachsen ein. Hier heißt es in den AGBs zur Publikationsbestellung: „Bestellungen sind leider ausschließlich für Bürgerinnen und Bürger in Sachsen möglich.“

    Müssen eben die Nichtsachsen auf Titel wie: „Partizipation von Kindern und Jugendlichen“, „Gewaltprävention und Schulentwicklung“ oder „Oberlausitz. Kulturlandschaften Sachsens“ … verzichten. Ein Quatsch.

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